Graham

Ein Haus mit einer legendären Geschichte: Eigentlich in der Textilbranche tätig, akzeptierten die Brüder Graham einige Pipes Port als Zahlung außenstehender Forderungen. Da sich die Veräußerung der Fäßer durchaus positiv gestaltete, beschlossen William und John in den Portweinhandel einzusteigen. Als 1882 Andrew James Symington nach Porto kam, landete er bei den Grahams und begann sich für Portwein zu interessieren. Er soll auch maßgeblich daran beteiligt gewesen sein, daß Graham's - inzwischen von den Nachkommen der Gründer geführt - 1890 die Quinta dos Malvedos kaufte. Es hatte sich eine freundschaftliche Beziehung zwischen den Familien entwickelt. Im Jahr 1970 verkauften dann die Grahams die gleichnamige Firma und das Tochterunternehmen Smith & Woodhouse an die Symingtons - interessanter Weise ohne die Quinta dos Malvedos, die erst 1982 von den mittlerweile bedeutensten Portweinproduzenten übernommen wurde.
Mit der 1998er Ernte kündigte Graham's eine Revolutionierung in der Portweinproduktion an: Ein selbst entwickelter, vollautomatisch- und computergesteuerter Lagar wurde feierlich eingeweiht. Er sollte dem traditionellen Steinlagar - in dem die Trauben mit den Füßen zertreten werden - nicht nur ebenbürtig, sondern gar überlegen sein. -  Heute werden diese Robotic-Lagares in vielen Kellern verwendet.

Die Weine für die Graham's Ports stammen von der Quinta dos Malvedos (bei Tua), der Quinta da Vila Velha (zwischen Tua und Pinhão) und Gütern im Rio Torto Tal, von denen einige seit dem frühen 20. Jahrhundert zuliefern und sich heute im Privatbesitz verschiedener Symingtons befinden.
Graham's Ports sind bekannt für ihren markanten Stil: Mit großer Süße und konzentrierter, reifer Frucht ausgestattet, verfügen sie zudem über ein kräftiges Rückrat an Tanninen. Die Vintage Ports gehören zweifellos zur Spitze des Marktes. Doch auch die Late Bottled Vintages und die Jahrgangsverschnitte, wie z.B. der Six Grapes, können sich bei Vergleichsproben regelmäßig behaupten.