La Rosa

Die am rechten Douro-Ufer - einige hundert Meter flußabwärts von Pinhão - gelegene Quinta de La Rosa gehört zu den beeindruckensten Weingütern der Region. Die oberhalb der Bahntrasse gelegenen Gebäude kündigen sich über den Douro weithin sichtbar an.
Im Gegensatz zu den beiden Nachbar-Quintas da Foz (stromaufwärts) und do Porto (abwärts) liegt die Quinta de La Rosa außerhalb der pombalschen Demarkierung. Auf der Karte des Baron Forrester ist sie jedoch verzeichnet.
 
Unter der Firmenbezeichnung Feuerheerd Bros. waren die Vorfahren der Bergqvists ab 1815 im Portweingeschäft tätig. Der aus Hamburg stammende Kaufmann Albert Feuerheerd, dessen Tochter Claire die Quinta 1905 von ihrer Großmutter zur Taufe geschenkt wurde, legte neue Terrassen an und ließ auch die Gebäude erweitern. Er gab der Quinta auch ihren spanischen Namen, der an einen seiner Sherrys erinnert. Der ursprüngliche Name der Quinta das Bateiras findet sich nur noch in älteren Aufzeichnungen und über der Einfahrt zum Weingut. 1929 heiratete Claire Feuerheerd den Anglo-Schweden Eric Bergqvist, deren Sohn Tim heute Familienoberhaupt ist. Während die Firma Feuerheerd 1933 verkauft wurde, blieb die Quinta im Besitz der Familie.

In den Jahren 1933 bis 1987 wurde das Lesegut von La Rosa an Hersteller wie Croft und Sandeman verkauft. Sandeman nutzte auch für einige Jahre die Kellerei von La Rosa, um dort Weine (auch) anderer Güter zu produzieren.
Infolge einer Gesetzesänderung, die es Weinbergbesitzern ermöglicht Portwein wieder direkt und nicht über die Handelshäuser in Vila Nova de Gaia zu vermarkten, entschlossen sich Tim und seine Tochter Sophia 1988, die Quinta de La Rosa erneut als selbständiges Unternehmen zu etablieren. Seither wird auf La Rosa eine kleine Reihe hochwertiger Ports, Dourowein und ein geschätztes Olivenöl produziert.